Das MäuseWerk
Hallo, ich bin Sandrina
Näherin, Schnittmuster-Tüftlerin und Herz und Seele von LiSo MäuseWerk. Schön, dass du hier bist – komm mit auf eine kleine Reise durch meine Nähwelt.
Ganz normal? Nö
Was soll ich nur schreiben?
Cool, dass du etwas über mich erfahren möchtest.
Ehrlich gesagt rede ich gar nicht so gerne über mich selbst. Ich finde mich selbst nämlich gar nicht so interessant.
Ich bin auch nicht unbedingt die typische Facebook- oder Instagram-Maus, die sich gerne in den Vordergrund stellt.
Aufmerksamkeit ist einfach nicht so mein Ding.
Ich bin ein bisschen verrückt. Ob das nun positiv oder negativ ist, müsst ihr selbst entscheiden. Ich schwimme eher ein bisschen gegen den Strom, als einfach mit ihm zu gehen. Trotzdem versuche ich, eher unter dem Radar zu bleiben und nicht allzu viel Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen.
Wenn ich mich in ein paar Worten beschreiben müsste: mega chaotisch, impuliv, ein bisschen vergesslich, perfektionistisch,
leicht durchgeknallt und ziemlich emotional. Ich plane gerne viel zu viel und fange außerdem ziemlich schnell an zu heulen –
manchmal echt ungünstig, wenn man gerade versucht, ernst genommen zu werden.
Ansonsten habe ich eigentlich immer ein offenes Ohr und helfe gerne, wenn ich kann.
Ich glaube, ein bisschen Menschlichkeit und ehrliches Zuhören können manchmal mehr bewirken, als man denkt.
Der Weg hierher
Mein Weg
Mit etwa acht Jahren habe ich angefangen, aus alten Handtüchern, Nadel und Faden kleine Sachen für meine Stoffpuppe zu nähen.
Das waren meine ersten Versuche und wahrscheinlich der Anfang meiner Nähleidenschaft.
Mit 16 Jahren habe ich mir dann meinen ersten eigenen Rock genäht: blauer Stoff mit weißen Punkten aus dem örtlichen Bastelladen.
Für mich war es etwas ganz Besonderes, zum ersten Mal ein selbstgenähtes Kleidungsstück zu tragen.
Während meiner Ausbildung zur Hauswirtschafterin habe ich weitere Grundlagen gelernt. Wobei ich ehrlich gesagt jedem davon abrate, diese Ausbildung zu machen.
Als ich mit meiner Tochter schwanger war, habe ich das Nähen wieder für mich entdeckt. Mein erstes Projekt war eine Patchworkdecke,
die ich später auch im Hebammenkurs für meine Tochter genutzt habe.
Danach folgten eine Pumphose und die ersten Oberteile – natürlich nicht ohne Anfängerfehler.
Bei meinen ersten Projekten habe ich zum Beispiel großzügig die Nahtzugabe weggelassen, weil ich überzeugt war, dass man die eigentlich nicht braucht.
Mein besonderes Projekt entstand schließlich aus einem 75 Jahre alten Brautkleid: Daraus habe ich das Taufkleid für meine Tochter genäht.
Aus so einem besonderen Kleidungsstück etwas Neues für sie zu schaffen, hat mir unglaublich viel bedeutet.
In dieser Zeit entdeckte ich auch die Nähszene und meine Begeisterung fürs Nähen wurde immer größer.
Weil mich das Thema Probenähen unglaublich interessierte und ich schnell merkte, dass viele Bewerber eine eigene Seite hatten,
legte ich mir kurzerhand auch eine zu: LiSo-MäuseWerk.
„LiSo“ setzt sich aus den Namen meiner Tochter zusammen. „MäuseWerk“ entstand aus einem Spitznamen meines Mannes – er nannte meine Tochter "Mausezahn" und mich immer „Maus“.
Ich fand die Kombination passend und so war der Name geboren.
Ab 2019 nahm ich an vielen Probenähen teil. Mit jedem Schnitt wurde ich sicherer,
entwickelte ein Auge für Details und konnte irgendwann sogar den Schnitterstellern Tipps zur Passform geben.
Ich liebte es, neue Schnitte auszuprobieren und mich mit anderen auszutauschen. An eigene Schnittmuster dachte ich damals allerdings noch überhaupt nicht.
Dass ich irgendwann selbst welche entwickeln würde, war für mich völlig unvorstellbar.
Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, selbst Schnittmuster zu erstellen. Dafür brauchte es jemanden, der an mich glaubte, bevor ich selbst daran glaubte.
Meine Freundin Sarah von Jo Mina, die ich durch ein Probenähen kennengelernt hatte, ermutigte mich, es einfach zu versuchen. Total verrückt, wenn ich heute darüber nachdenke.
Angefangen habe ich mit Applikationsvorlagen. Nach und nach machte ich mir damit einen kleinen Namen und wagte mich schließlich an mein erstes eigenes Schnittmuster: einen einfachen Steckschal.
Daraus wurden irgendwann ein Oberteil, ein Kleid und sogar ein Schlafanzug. Alles habe ich mir selbst beigebracht – ausprobiert, Fehler gemacht, aufgetrennt, neu angefangen und immer weiter gelernt.
Heute bin ich stolz darauf, was ich mir selbst aufgebaut habe.
Und dafür möchte ich vor allem einer Person Danke sagen:
Danke, Sarah, dass du mehr in mir gesehen hast, als ich selbst. Ohne deine Ermutigung hätte ich mich wahrscheinlich nie getraut, diesen Schritt zu gehen.